Rechtsformänderung, Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen
Großmarkt Hamburg stellt Weichen für eine weiterhin positive Entwicklung

Mit Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen rüstet sich das Frischezentrum des Nordens für eine viel versprechende Zukunft. Eine geplante Rechtsformänderung sorgt dabei für die nötige Flexibilität in Bezug auf die Planung – und die Finanzierung.

Großes Potential: Als einer der wichtigste n M ärkte in Deutschland zählt der Großmarkt Obst, Gemüse und Blumen Hamburg seit über 50 Jahren zu den bedeutendsten Unternehmen in Norddeutschland. Auf dem 28 Hektar großen Gelände arbeiten über 450 Marktfirmen mit rund 2.400 Mitarbeitern. Der tagtägliche Markttrubel hat über die Jahrzehnte hinweg seine Spuren hinterlassen: Die imposante, unter Denkmalschutz stehende Großmarkthalle wurde bereits 1962 eingeweiht. Um sie herum sammeln sich mittlerweile moderne Umschlaghallen mit Kühleinrichtungen sowie Bürogebäude. Eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzen soll: Das geschichtsträchtige Gelände in Hamburg-Hammerbrook erhält eine Verjüngungskur - in Form einer Großmarkthallen-Renovierung und eine r sukzessiven A npassung an die sich ständig verändernden Arbeitsabläufe. Sämtliche Maßnahmen sollen mit den geringstmöglichen Einschränkungen für den laufenden Marktbetrieb umgesetzt werden. Der gesamte Prozess erfolgt auch in Einbindung in die aktuelle Stadtentwicklung unter Berücksichtigung der  künftig im südlichen Bereich direkt an den Großmarkt angrenzenden HafenCity als eines der größten städtebaulichen Projekte Europas.

Stärkung des Logistikstandortes „Großmarkt Hamburg“

Erste zusätzliche Mittel für die Maßnahmen wurden dem Großmarkt Ende 2008 durch den Senat und die Bürgerschaft der Freien Hansestadt Hamburg zur Verfügung gestellt. Diese decken den akuten Sanierungsbedarf – insbesondere der Großmarkthalle – ab. Um den hohen Standard des Großmarktes Hamburg als modernes Frischezentrum in Norddeutschland aufrechtzuerhalten und auszubauen, sind jedoch weitere Maßnahmen nötig. Dabei wird der hohe Stellenwert de s traditionellen Markthandels in der Großmarkthalle mit einer sehr hohen Flächenauslastung weiterhin besonders betont . Der Großmarkt soll zukünftig jedoch weiter auch als Logistikstandort gestärkt werden. Im gleichen Schritt soll das Einkaufsangebot erweitert und damit ein größerer Kundenkreis angesprochen werden.

Großmarkt Geschäftsführer Torsten Berens: „Das erfolgreiche Geschäftsmodell „Großmarkt“ soll kontinuierlich zukunftssicher ausgebaut werden. Bei der Umsetzung de r Maßnahmen werden verschiedene Experten eingebunden – unter anderem aus den Bereichen Städteplanung, Verkehr, Logistik, Handel und Denkmalschutz. Bei allen Überlegungen spielen Klimaschutzaspekte sowie Energieverbrauchsoptimierungen eine besondere Rolle.“

Rechtsformänderung für mehr Flexibilität

Als Landesbetrieb ist der Großmarkt Hamburg an die Behörde für Wirtschaft und Arbeit angegliedert und ist – in seiner jetzigen Organisationsform – eng in den Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg eingebunden. Damit die Pläne für das Marktareal jedoch zeitnah und mit der größtmöglichen Flexibilität umgesetzt werden können, bereitet die Behörde für Wirtschaft und Arbeit im Auftrag des Senats zur Mitte des Jahres die Änderung der Rechtsform vor: Hamburgs Großmarkt wird dann entweder eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) oder eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Der große Vorteil: Zukünftig ist der Großmarkt in der Lage, sehr viel eigenständiger über, zum Beispiel, Umfang und Zeitpunkt der Sanierungsmaßnahmen  zu entscheiden. Vor allem kann er fortan – für die notwendigen Investitionen – direkt mit Kreditinstituten über die Finanzierung verhandeln.

Nähe zum Verbraucher

Die Veränderungen finden auch noch auf anderen Ebenen statt: Obwohl der tägliche Marktbetrieb nach wie vor absolute Priorität hat, öffnet sich der Großmarkt Hamburg mehr und mehr dem Endverbraucher. So findet einmal jährlich auf dem Großmarkt-Gelände der „Food Market“ statt, ein Genuss-Event für Jedermann. Der große Erfolg der Veranstaltung zeigt, dass die Initiatoren auf dem richtigen Weg sind: Weitere Veranstaltungen und Aktionen rund um die Themen Genuss, gesunde Ernährung und Verbraucheraufklärung stehen somit auf der Agenda.

Auch mit dem „Deutschen Zusatzstoffmuseum“ sucht der Großmarkt die Nähe zum Verbraucher. Seit dem Frühjahr 2008 existiert die Einrichtung auf dem Großmarktgelände und präsentiert Besuchern das ganze Spektrum der Aromastoffe, Enzyme, Farbstoffe und Geschmacksverstärker, die bei der Herstellung von diversen Lebensmitteln verwendet werden. Die Initiatoren zeigen dabei auf, wie man auf derartige Zusatzstoffe verzichten kann – und ausgewogene Alternativen schaffen kann. Im Schülerlabor SCOLAB machen Wissenschaftler Schülerinnen und Schüler möglichst frühzeitig sowohl mit dem Thema gesunde Ernährung als auch mit den Möglichkeiten kindgerechter Experimente rund um Obst und Gemüse vertraut.


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