Auswirkungen der EHEC-Krise auf den Fachgroßhandel und den Facheinzelhandel
GFI Deutsche Frischemärkte bietet BMELV Zusammenarbeit an

Entschädigungsmaßnahmen auch für Großhändler auf Großmärkten und freie Einzelhändler der Wochenmärkte und Fachgeschäfte -  Verlorenes Verbrauchervertrauen muss zurück gewonnen werden

In einem Brief an Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat der GFI-Vorstand zu den Auswirkungen der EHEC-Krise auf den Handel über die deutschen Großmärkte Stellung genommen.

Die von staatlicher Seite ausgesprochenen Warnungen vor dem Verzehr von Salat, Gurken und Tomaten waren für die deutschen Großmärkte nicht nachvollziehbar, da sie vor allem den wissenschaftlichen Nachweis schuldig blieben. Dieses Vorgehen hat neben den Erzeugerbetrieben auch den Fachgroßhandel und Facheinzelhandel besonders stark getroffen. Aufgrund ihrer Sortimentsspezialisierung und ihrer klein- und mittelständischen Betriebsstrukturen hatten sie in dieser Krise keine Möglichkeiten, die Verluste auszugleichen.

„Es erscheint paradox, dass es gerade solche Anbieter traf, die für Frische, Vielfalt, Qualität und Kompetenz im Handel mit Frischeprodukten stehen und zudem das Herz des Wirtschaftsstandortes Deutschland darstellen“, so GFI-Vorstand Andreas Foidl.

GFI begrüßt die Entschädigungsmaßnahmen für die Erzeugerbetriebe, hält es allerdings auch für zwingend notwendig, den Blick auf den Groß- und Einzelhandel zu werfen. Insbesondere für Großhändler auf Großmärkten und die freien Einzelhändler der Wochenmärkte und Fachgeschäfte hatten die letzten Wochen nicht nur erhebliche Einbußen zur Folge.

Andreas Foidl: „Das mit dieser Krise verbundene Kommunikationsmanagement hat zu einer großen Verbraucherverunsicherung und langfristigen Vertrauensschäden geführt. Dies hätte durch Einbindung unseres Verbandes und sofortige Informations- und Aufklärungsmaßnahmen über die Produktions-, Liefer- und Handelsstrukturen bei Obst und Gemüse vermieden werden können. Leider wurde zu keinem Zeitpunkt der Kontakt zu uns gesucht, obwohl wir als zentrale Handelsplattformen einen Beitrag zur Versachlichung von Ernährungsfragen leisten können.“

An erster Stelle der zukünftigen Arbeit steht nun, das Vertrauen der Verbraucher zurück zu gewinnen. Für eine Diskussion geeigneter Maßnahmen und eine weitere enge Zusammenarbeit hat sich GFI angeboten.

Berlin, 17. Juni 2011

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