Großmarkt Hamburg
Kein weiterer Hinweis auf EHEC-Erreger

Umfangreiche Labortests haben den Nachweis erbracht: Zwei in Hamburg untersuchte Gurken waren definitiv nicht Quelle der EHEC-Epidemie. Bei dem auf den Gurken nachgewiesenen Erreger handelte es sich eindeutig nicht um den Typ O104, der zurzeit für Schlagzeilen sorgt.

Bevor das konkrete Ergebnis vorlag, hatte ein spanischer Produzent die Diskussion zusätzlich befeuert. In einem Telefon-Interview, welches in verschiedenen Medien aufgegriffen wurde, stellte er eine „Kistensturztheorie“ auf: Eine Palette mit Gurken sei auf dem Gelände des Großmarktes Hamburg umgestürzt. Der Händler in Spanien vermutete, dass die Gurken daraufhin mit dem Erreger kontaminiert wurden.

„Die Behauptung, dass die belasteten Gurken von einer einzigen Palette stammten, die durch ein Umkippen verunreinigt wurde, konnten wir schnell schon dadurch widerlegen, dass die Probenentnahme an unterschiedlichen Stellen erfolgte. Auch kann Ware von einer einzigen Palette unmöglich zu EHEC-Primär-Infektionen mit dem aktuellen Ausmaß führen. Darüber wurden in den letzten Wochen hunderte genommen und analysiert. Keine der Proben hat einen Hinweis auf weitere mit dem EHEC-Erreger belastete Ware gegeben“, erklärt Torsten Berens, Geschäftsführer des Großmarktes Hamburg. „Wir legen überaus viel Wert auf Hygiene, sind seit vielen Jahren nach DIN EN ISO 22000:2005 auf HACCP-Basis zertifiziert“.

Es zeigt sich: Viele Menschen haben in den letzten Wochen auf den Verzehr von Rohkost verzichtet. Insbesondere auf Salat, Gurken, Tomaten und aktuell auch Sprossen. „Unsere Erzeuger und Großhändler haben dadurch erhebliche, zum Teil schon Existenz gefährdende Umsatzeinbußen erlitten. Uns ist es deshalb ein sehr großes Anliegen, dass der Herd der Epidemie schnellstmöglich gefunden wird und natürlich das die Zahl der EHEC bedingten Erkrankungen abnimmt“, konstatiert Berens.

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