50 Jahre Großmarkt Mannheim
Festakt zwischen Ananas und Zwiebeln

In der Blumenhalle feiern über 500 Gäste das 50-jährige Bestehen - Frische steht auch in Zukunft im Vordergrund
"Neben dem unverfälschten kurpfälzischen Dialekt werden hier noch viele andere Weltsprachen gesprochen", machte Manfred Spachmann die Internationalität deutlich, die heute auf dem Großmarkt im Fahrlach herrscht. Der Geschäftsführer der Großmarkt GmbH blickte zum einen auf das 50-jährige Bestehen zurück, schaute aber auch zuversichtlich in die Zukunft. "Seit 50 Jahren stehen wir für Frische und Qualität, ergänzt durch Vielfalt", sagte der Geschäftsführer und fügte hinzu: "Dafür stehen wir auch gerne ein paar Stunden früher auf."

Rund 520 Ehrengäste, darunter Vertreter von Großmärkten aus Stuttgart und Hamburg sowie aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Institutionen der Quadratestadt, feierten in der riesigen und festlich geschmückten Blumenhalle das Jubiläum. Am 14. November 1961 wurde das "Frischezentrum der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar" fertiggestellt, so Spachmann. Bereits einen Tag später wurde zum ersten Mal im Fahrlachgebiet "gemarktet". Waren aus aller Welt wurden gehandelt, noch bevor das Wort Globalisierung in aller Munde war. Mittlerweile hat sich vieles verändert, das aber ist geblieben: Heute wie früher versorgt der Großmarkt die Menschen in der Region mit frischen Lebensmitteln, er ist inzwischen unverzichtbar für nicht kettengebundene Fachmärkte und Gastronomiebetriebe.

Diese Bedeutung unterstrich auch OB Dr. Peter Kurz: In der Stadt arbeiten über 10 000 Menschen im Einzelhandel: "Wir reden oft von Handel und Wandel, hier findet er täglich statt." Kurz erinnerte an den Vorläufer des Großmarktes am Neckarufer: "Bei Regen standen Händler und Käufer im Schlamm, bei Trockenheit im Staub."

  

Frische und Qualität als Gütesiegel

Mit dem Bau der Fruchthallen im Fahrlach entwickelte sich eine faszinierende internationale Atmosphäre, die sich durch "unternehmerische Frische" auszeichnet, so Kurz. Wenn sich der Großmarkt weiter in Richtung Handelsplatz entwickle und den von Verbrauchern immer mehr geforderten Bereich Convenience in sein Sortiment aufnehme, "dann wird der Markt auch 100 Jahre alt werden", so der OB.

Der Vertreter der Interessengemeinschaft Großmarkt, Elmar Höhn, betonte, dass Händler und die Mitarbeiter des Großmarktes viele Wege gemeinsam gegangen sind und auch in Zukunft gehen werden. Dramatische Änderungen seien bewältigt worden. "Niemand klagt hier über zu gute Geschäfte oder zu hohe Gewinne, dennoch lebt das Erlebnis Großmarkt", so Höhn. Kunden, Lieferanten, Anbieter und Mitarbeiter des Großmarktes seien mit Leib und Seele dabei, dem Verbraucher Qualität und Frische zu liefern.

Dass im Zeichen von Handel und Wandel bereits andere Geschäftsfelder erschlossen wurden, zeigte nicht nur die Dekoration, die von City Events gestaltet wurde, dem Großmarkt-Team, das sich um die Organisation von Veranstaltungen kümmert. An einem mit Trauben, Äpfeln, Paprika und Zwiebeln beladenen restaurierten Mercedes-Pritschenwagen 170 von 1949 postierten sich die Gäste zum Nostalgiefoto.

Moderator Bert Siegelmann sprach schelmisch vom "Dienstwagen", mit dem Wolf-Diether Burak - im Technoseum für die Außenkontakte zuständig -angefahren kam. Das frische Büfett untermalten die "Red Hot Dixie Devils" musikalisch, ehe die sieben Frauen mit dem Namen "Palastsirenen" die schrille Welt der 30er Jahre besangen.

Übrigens musste nach der festlichen Veranstaltung wieder rasch aufgeräumt werden, denn montags kehrt in dieser Halle wieder der Alltag ein: Die Blumen der Großhändler warten auf ihre Kunden. Schon ganz früham Morgen.

 

 

Quellen:
Text: Bernhard Haas, Mannheimer Morgen, 24. Oktober 2011

Fotos: Hans Fuhrmann, Fruchthandelmagazin

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