Frischezentrum Frankfurt
Künftig mit neuer Führungsriege und mehr Personal

Die Betreibergesellschaft des Frankfurter Frischezentrums FRIBEG GmbH hat sich in den vergangenen Monaten organisatorischen und strukturellen Veränderungen unterzogen und sich damit den aktuellen Entwicklungen am Großmarkt angepasst. Das Unternehmen, welches seit Geschäftsbeginn im Jahr 2004 ein „Ein-Mann-Unternehmen“ war, beschäftigt neben den zwei nebenamtlichen Geschäftsführern ab sofort sechs hauptamtliche Mitarbeiter, um wichtige Aufgabenbereiche wie beispielsweise die technische und die kaufmännische Verwaltung des Großmarktes künftig selbst auszuführen. Bisher hatten externe Dienstleister diese Aufgaben übernommen. Auf Wunsch der Großhändler wurden diese ausgelagerten Bereiche auf die Betreibergesellschaft übertragen.

Neben den organisatorischen Veränderungen haben sich zudem personelle Wechsel in der Geschäftsleitung des Frischezentrums vollzogen: Seit dem 1. Januar ist Silke Pfeffer neue Prokuristin des Frischezentrums und komplettiert die neue Geschäftsleitung der Betreibergesellschaft FRIBEG GmbH. Die 45jährige Betriebswirtin löst Guido Veit ab, der das Frischezentrum auf eigenen Wunsch zur Jahresfrist verlassen hat. Zuvor war Silke Pfeffer als selbständige Unternehmensberaterin für kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen sowie lange Jahre im Controlling einer Immobiliengesellschaft einer Frankfurter Großbank tätig. In ihrer Position als Prokuristin des Großmarktes ist sie vor allem für die kaufmännische Leitung und das Tagesgeschäft zuständig. Dazu zählen beispielsweise die Betreuung der Mieter oder das Qualitätsmanagement. Sie berichtet an die beiden neuen Geschäftsführer Hans-Georg Paulus und Adolf Kannengießer.

Paulus wurde bereits im Oktober von den Gesellschaftern zum neuen Geschäftsführer des Frischezentrums bestellt, nachdem sein Vorgänger, Jürgen Schröder, aus der Geschäftsführung ausgeschieden war. Paulus vertritt damit die Großmarkthändler, die Mehrheitsgesellschafter der FRIBEG GmbH sind. Der 45jährige Gartenbauingenieur ist hauptberuflich Verbandsdirektor des Hessischen Gärtnereiverbandes e.V. in Frankfurt.


Hans-Georg Paulus, Silke Pfeffer, Peter Grundhöfer und Adolf Kannengießer

Die Stadt Frankfurt am Main wird als zweite Gesellschafterin künftig von Adolf Kannengießer in der Geschäftsführung vertreten. Hauptberuflich ist der 57jährige Büroleiter des Dezernenten für Bau- und Wohnungswesen. Adolf Kannengießer löst damit Herbert Janicke ab, der auf eigenen Wunsch die Geschäftführung niederlegte.

Vermietungsstand steigt wieder

Nachdem im Jahr 2006 der Vermietungsstand im Frankfurter Frischezentrum aufgrund von Insolvenzen einiger Großhändler gesunken ist, befindet sich der Großmarkt für frische Lebensmittel jetzt wieder im Aufschwung. Nach Hochrechnungen der Betreibergesellschaft FRIBEG GmbH beträgt der Vermietungsstand zum 1. Juli 2007 in der Verkaufshalle 96 Prozent und in der Lagerhalle 91 Prozent.

Zum 31.12.2006 waren noch deutlich weniger Flächen vermietet. Die Quote in der Verkaufshalle sank bis zum Jahresende in der Verkaufshalle von auf rund 92 Prozent. Aufgrund von zum damaligen Zeitpunkt unerwarteten Insolvenzen und Betriebsaufgaben einiger Großhändler, die auf firmeninterne Schwierigkeiten zurückzuführen sind, wurden deren Verkaufs- und Lagerflächen frei.

Um die Rentabilität des Frischezentrums weiterhin zu gewährleisten hat sich die neue Geschäftsleitung der FRIBEG GmbH, bestehend aus Hans-Georg Paulus und Adolf Kannengießer, dazu entschlossen, die Mieten und Vermietungsgrundsätze sowohl für die Verkaufs- als auch für die Lagerhalle anzupassen und damit wieder mehr Mieter anzulocken. Der steigende Vermietungsstand zeigt, dass diese Maßnahmen greifen. Die aktuelle Auslastung ist die zweithöchste seit Eröffnung des Frischezentrums im Juni 2004.

„Wir sind froh, dass die eingeleiteten Maßnahmen greifen und wir die Auslastung des Großmarktes deutlich steigern konnten“, sagt Geschäftsführer Hans-Georg Paulus. Eine vollständige Auslastung sei zwar das künftige Ziel, jedoch müsse man auch in Zukunft mit Betriebsaufgaben von Händlern rechnen. Adolf Kannengießer, ebenfalls Geschäftsführer des Frischezentrums betont: „Wir müssen daher die Händler davon überzeugen, dass die Attraktivität unseres Großmarktes in Zukunft stärker beworben werden muss, um noch mehr Kunden anzulocken.“

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